Ausstellung „Archäologie in Bocholt“

Anlässlich seines 25jährigen Bestehens übernahm ich in Zusammenarbeit mit Sebastian Held für das Stadtmuseum Bocholt die Konzeption, Planung und Gestaltung einer stadtgeschichtlichen Ausstellung mit dem Titel „Archäologie in Bocholt – Zeitreise durch die Stadtgeschichte“. Zugleich beriet ich das Museum zu den fachlichen Inhalten sowie zur medialen Präsentation in der Ausstellung.
Von Juni bis September 2017 führte die Ausstellung anhand von ausgewählten archäologischen Objekten, thematisch durch die Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung. Ziel war es dabei, dem Besucher die Kontinuität in der Besiedlung der Stadt zu verdeutlichen und seine Identifikation mit der Stadt und ihrer Geschichte zu stärken. Außerdem wurde jedem Zeitabschnitt ein Objekt symbolisch zugeordnet, das für den Besucher eine Verknüpfung zum entsprechenden Zeitabschnitt nachhaltig ermöglichen und zugleich einen Wiedererkennungswert schaffen sollte.

Zentraler Bestandteil der Ausstellung war eine durchgehende und den Raum zugleich in 7 Abschnitte zonierende Zeitwand, die mit symbolisch für je einen Zeitabschnitt stehenden und chronologisch angeordneten Objekten bedruckt war. Für die Konstruktion dieser Raumsinstallation wurde ein vorhandenes Stellwandsystem des Museums aneinandergereiht und die einzelnen Elemente flächendeckend mit zuvor entsprechend gestalteten Folien beklebt, um eine völlig neue Szenografie innerhalb des Ausstellungsbereichs zu schaffen und den visuellen Eindruck einer Reise durch die Zeit zu erzeugen. Auf der Zeitwand wurden großformatige Exponatbilder auf schwarzem Hintergrund durch ebenfalls großformatige Fotos von Fundorten im Stadtgebiet von Bocholt an einigen Stellen durchbrochen. Außerdem beinhaltete die Zeitwand, einen durchgehenden Zeitstrahl, die Exponattexte, Videodisplays und Symbole für die Interaktion mit der Ausstellungs-App. Die Vitrinen mit den Exponaten sind entlang der Zeitwand bzw. entsprechend deren Zonierung im Raum angeordnet. Mit der Mitmachstation „Ausgrabungskiste“ ist innerhalb der letzten Zonierung, abschließend ein museumspädagogisches Element untergebracht.

Kalender zur Ausstellung
App zur Ausstellung